Gletscherbahnen Kaprun AG klagen Anwalt der Hinterbliebenen

23. Februar 2002, 12:13
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Reaktion auf Vorwürfe: Unternehmen habe Sicherheitsmängel in Kauf genommen

Salzburg - Die Einleitung gerichtlicher Schritte ziehen nun die Aussagen des Salzburger Anwalts Jürgen Hinterwirth, der 112 Angehörige von Opfern vertritt, nach sich.

In einer Aussendung vom Freitagabend der Gletscherbahnen Kaprun AG kündigte das Unternehmen "disziplinäre" Maßnahmen gegen Hinterwirth an.

Unternehmen habe Sicherheitsmängel in Kauf genommen

Nach einem Bericht der "Kronenzeitung" (Freitagausgabe) hatte Hinterwirth erklärt: "Die Beschuldigten haben gröbste Fahrlässigkeiten zu vertreten, durch die es, wie ich glaube, erst zu diesem Inferno kommen konnte." Darüber hinaus habe die Gletscherbahnen Kaprun AG "aus rein wirtschaftlichen, raffgierigen Überlegungen (...) bewusst schwerste Sicherheitsmängel in Kauf genommen".

Betrieb der Gletscherbahnen sei behördlich bewilligt gewesen

Dafür wird sich Hinterwirth vor Gericht und Disziplinatkommission verantworten müssen. Der Betrieb der Gletscherbahnen sei behördlich bewilligt gewesen. Der Brand sei von einem defekten Heizstrahler ausgegangen. Dies habe die Lieferfirma Swoboda zu verantworten.

Beim Brand der Standseilbahn auf das Kitzsteinhorn in Salzburg am 11. November 2000 waren 155 Menschen ums Leben gekommen. Es war dies die größte Brandkatastrophe in der Zweiten Republik.(APA)

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