Umfrage: Sharons Popularität sinkt

22. Februar 2002, 14:56
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Mehrheit der Bevölkerung mit Reaktion auf Intifada unzufrieden

Jerusalem - Die Popularität des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon ist seit Jahresbeginn um zehn Prozent gesunken. Das geht aus einer Umfrage hervor, die am Freitag in der Tageszeitung "Yediot Aharonot" in Jerusalem veröffentlicht wurde. Derzeit halten ihn 54 Prozent der Israelis für vertrauenswürdig. Im Jänner waren es noch 64 Prozent. Sechs von zehn Israelis sind außerdem mit Sharons Reaktion auf den Palästinenser-Aufstand unzufrieden. Bei der Umfrage wurden 504 Personen befragt.

Der Umfrage zufolge befürwortet die Hälfte der Befragten eine internationale Intervention zur Lösung des israelisch- palästinensischen Konfliktes. 46 Prozent lehnen dies, wie die israelische Regierung, ab.

52 Prozent der Israelis plädieren auch ohne Friedensvertrag für einen einseitigen Rückzug aus den Palästinenser-Gebieten. 43 Prozent sprechen sich dagegen aus. Während 57 Prozent der Befragten eine Räumung der jüdischen Siedlungen im Gazastreifen befürworten, lehnen dies 37 Prozent ab. Im Westjordanland sieht die Situation anders aus. Dort würden nur 22 Prozent der Befragten alle Siedlungen räumen lassen, während sich 37 Prozent nur für die Räumung von Siedlungen in bevölkerungsreichen Palästinenser-Gebieten aussprechen. (APA/dpa)

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