Berlusconi schwelgt im Eigenlob

23. Februar 2002, 18:31
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"Ich habe die moralische Revolution in Italien ermöglicht"

Rom - "Italien erlebt eine moralische Revolution. Wir haben Moralität in die Politik gebracht": Dies betonte der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi bei der Eröffnung der nationalen Tagung seiner liberalkonservativen Partei Forza Italia am Freitag in Rom. "Eine würdige politische Führungselite darf das Land seiner Zukunft nicht berauben", sagte Berlusconi. Moral bedeute auch für eine Zukunft zu arbeiten, die das Land und seine Bürger bereichere. Er prangerte den "falschen Moralismus" der Linken an, der sich ausschließlich auf leere Forderungen nach Bekämpfung der Korruption stützen.

Berlusconi begründete den politischen Erfolg der Forza Italia mit der Tatsache, dass die Parteiführer "das Herz und die Intelligenz des Volks ansprechen". Der Erfolg der Forza Italia sei in der politischen Geschichte ohne Gleichen. "Die Italiener haben sich sofort für die Partei begeistert", so der Regierungschef, der über den hohen Arbeitsdruck klagte. "Ich denke oft über das Leben nach, das ich führe. Die Anstrengung ist groß, doch es lohnt sich", sagte der Ministerpräsident.

Der Regierungschef sparte nicht mit Kritik an die oppositionelle Mitte-Links-Allianz. "Die Linke hofft die Regierung mit der Unterstützung von politisch engagierten Richtern zu stürzen, die Bürger sind aber mit uns", sagte Berlusconi, der vor dem "Fanatismus" der Oppositionspolitikern warnte.(APA)

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