Neue Verwendung der Alpendollar

21. Februar 2002, 17:37
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Halleiner Geschäftsfrau veredelt Schillingmünzen zu Knöpfen - Unikate werden europaweit vermarktet

Salzburg - Die Zeit des Schillings geht mit 28. Februar definitiv zu Ende, dank der Idee einer Halleiner Geschäftsfrau müssen wir uns aber von den vertrauten Schilling-Münzen nicht ganz verabschieden: Die findige Besitzerin eines Modegeschäftes macht aus dem Alpendollar von gestern begehrte Accessoires von morgen: Knöpfe.

Handwerkliche Unikate

Cäcilia Schorn, Chefin von "Herzerl-Wäsche", begnügt sich aber nicht damit, die Münzen durch vier simple Löcher in Knöpfe zu verwandeln. Vielmehr hat sie gemeinsam mit dem Salzburger Gürtler Gerhard Hauswirth einen Veredelungsprozess entwickelt, der die gebrauchten Geldstücke in neuem Glanz erstrahlen lässt.

Jede Münze wird bei diesem Verfahren sorgfältig bombiert und von Hand vergoldet, versilbert oder bronziert. Aus den vor kurzem noch in Millionen-Stückzahlen im Umlauf befindlichen Münzen entstehen auf diese Weise handwerklich verfeinerte Unikate.

Musterschutz

Vom Erfolg ihrer Idee ist die Tennengauerin überzeugt: Sie hat für die Schilling-Knöpfe Musterschutz angemeldet und sich in den letzten Monaten größere Mengen der bald nicht mehr verfügbaren 50-Groschen-, 1-, 5- und 10-Schilling-Münzen gesichert. Verbreiten will Schorn die Knöpfe sowohl über ihr Detailgeschäft als auch europaweit über führende Modeunternehmen. Der gute alte Schilling wird also als Modeaccessoire eine glanzvolle neue Rolle spielen. (APA)

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