"El Pais"-Gründer gestorben

19. Februar 2002, 11:38
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Ortega Spottorno erlag einem Krebsleiden

Der spanische Schriftsteller und Verleger Jose Ortega Spottorno, Gründer der renommierten Tageszeitung "El Pais", ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Wie das Blatt am Dienstag berichtete, erlag der Sohn des berühmten Philosophen Jose Ortega y Gasset (1883-1955) in Madrid einem Krebsleiden. Der in der spanischen Hauptstadt geborene Ortega Spottorno hatte als einer der bedeutendsten Verleger des Landes in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gegolten.

1966 hob er den Buchverlag Alianza Editorial aus der Taufe. Das Unternehmen bedeutete damals eine Umwälzung auf dem spanischen Buchmarkt. Es gab als erster Verlag des Landes Taschenbücher heraus und machte damit die Bücher für die Spanier erschwinglicher. 1976 gründete der Verleger "El Pais", das zu Spaniens auflagenstärkster Tageszeitung aufstieg. Bis 1984 stand der Blattgründer dem Verlag PRISA vor, der die Zeitung herausgibt.

Ortega Spottorno, der seine Berufslaufbahn als Agraringenieur begonnen hatte, arbeitete als Abgeordneter des Senats (Oberhauses) an der spanischen Verfassung mit. Er verfasste mehrere Romane und Essays. Kurz vor seinem Tod stellte er ein Werk über die Geschichte seiner Familie fertig, das demnächst unter dem Titel "Los Ortega" erscheinen soll. (APA/dpa)

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