Ein Leben gegen Armut und Ausgrenzung

15. Februar 2002, 11:56
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Die Französische Widerstandskämpferin Genevieve De-Gaulle ist 81-jährig gestorben

Paris - Im Alter von 81 Jahren ist die französische Widerstandsheldin und Nichte des früheren Staatspräsidenten General Charles de Gaulle, Genevieve de Gaulle-Anthonioz, am Donnerstagabend in Paris gestorben. Die Widerstandskämpferin der ersten Stunde widmete ihr Leben dem Kampf gegen Armut und Ausgrenzung. Sie veröffentlichte mehrere Bücher und Zeitzeugenberichte, wie "La traversee de la nuit" und "Le secret de l'esperance".

De Gaulle-Anthonioz ging nach der Niederlage Frankreichs gegen Nazi-Deutschland 1940 in den Untergrund. 1943 wurde sie von der Besatzungsmacht festgenommen und ins Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg engagierte sie sich als Präsidentin der von dem Priester Joseph Wresinski gegründeten Hilfsorganisation "ATD Quart-Monde" für sozial Schwache. Sie war Mitglied des französischen Wirtschaftsrates. Staatspräsident Jacques Chirac würdigte die Verstorbene und erklärte, sie habe sich jeder Art von Elend, Ausgrenzung und Ungerechtigkeit tapfer widersetzt. (APA)

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