Der erste Mann, den frau morgens sieht - wird geheiratet

14. Februar 2002, 12:41
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Viele Geschichten ranken sich um den Tag der Liebenden

Um die Entstehung des Valentinstages ranken sich viele romantische Geschichten. Eine christliche Lieblingsversion ist die Geschichte des italienischen Mönchs Valentin, der jedem Blumen schenkte, der in die Nähe seines Klostergartens kam und dessen Lieblingsbeschäftigung es war, Paare zu trauen. Vor allem Soldatenpaare, denen es vor dem Kriegszug untersagt war sich zu ehelichen, damit die Kampfeslust nicht beeinträchtigt wird. Dem römischen Kaiser Claudius Goticus widerstrebte dieses Ehegetue und er ließ Valentin am 14. Februar 269 köpfen. Seit dem 4. Jahrhundert wurde schließlich Valentin in Rom verehrt.

Ein Morgen, der es in sich hat

Andere führen den Valentinstag auf ein römisches Fruchtbarkeitsfest zurück, bei dem Paare per Liebeslotterie für ein Jahr verbandelt wurden. Andere sprechen von einem römischen Brauch, dass der erste Mann, den man als ledige Frau am Morgen sieht, geheiratet werden muss.

Die Geschichte mit den Vögeln

Und BiologInnen halten sich strikt an die Version, dass sich einer mittelalterlichen Volksmeinung zufolge die Vögel an diesem Tag wieder zu Paaren beginnen.

Welche Geschichte man auch immer bevorzugt, gefeiert wird der Valentinstag als Fest der Liebenden schon seit 600 Jahren. Am längsten und am intensivsten übrigens in Großbritannien. Millionen Valentins-Grußanzeigen gehen über den Ladentisch und Rosen und herzförmige Pralinés werden verschenkt. Englische Auswanderer nahmen den Brauch mit nach Amerika. Von dort aus eroberte er die ganze Welt.

Aufs Festland kam der Brauch im Februar vor rund fünfzig Jahren mit den US-Soldaten. (red)

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