WAZ und Murdoch keine Wunschpartner des Springer-Verlags

11. Februar 2002, 14:16
posten

Friede Springer müsste Verkauf zustimmen - Teilübernahme nicht ausgeschlossen

Die am Springer-Anteil der finanziell angeschlagenen Kirch-Gruppe interessierte Verlagsgruppe "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) hat nach Angaben aus Branchenkreisen keine Chance, die zu einer Übernahme notwendige Zustimmung von Springer zu bekommen. Auch der Medienzar Rupert Murdoch mit seinem Konzern News Corp und die Bertelsmann AG, die in Medienberichten als Interessenten genannt wurden, seien keine Wunschpartner für Springer, hieß es am Montag aus Branchenkreisen in Hamburg. Der Springer-Verlag lehnte einen Kommentar ab.

WAZ - Grundsätzliches Interesse besteht

Bei der WAZ-Gruppe selbst ist noch keine Entscheidung über eine Übernahme von Anteilen der Kirch-Gruppe am Axel Springer Verlag gefallen. Zwar habe der Verlag grundsätzlich Interesse an einem Einstieg bei Springer bekundet, sagte ein WAZ-Sprecher am Montag in Essen. Ob dieser aber tatsächlich erfolgen werde, sei "Spekulation".

Friede Springer müsste Verkauf zustimmen

Die Springer-Anteile sind so genannte vinkulierte Namensaktien, so dass die Gesellschaft einem Eigentümerwechsel zustimmen muss. Die Witwe des Verlagsgründers Axel Springer, Friede Springer, will ihren Mehrheitsanteil an dem Verlag in jedem Fall behalten. Eine Sprecherin des Springer-Verlags bekräftigte Äußerungen von Friede Springer, sie könne bei einem Verkauf der Kirch-Anteile nochmals "ein paar Prozente" zusätzlich übernehmen. "Das steht nach wie vor im Raum." (APA/Reuters)

Share if you care.