Die größten Börsenbetrüger

8. Februar 2002, 09:50
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1990: Junk-Bond-König Michael Milken wird wegen Wertpapierbetrugs zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Das US-Unternehmen Drexel Burnham Lamnbert meldet Konkurs an, nachdem es wegen Milkens Geschäften 650 Millionen Dollar für Strafen und Wiedergutmachungen zahlen muss.

1994: Wall Street Broker Kidder, Peabody & Co. feuert Joseph Jett, den Chef seiner Abteilung für den Handel mit Staatsanleihen. Jetts "Phantom-Trades" kosten Kidder mehr als 200 Millionen Dollar.

1995: Nicholas Leeson, Händler der Barings Bank in Singapur, häuft mit unauthorisierten Derivatgeschäften Verluste in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar an.

1995: Der frühere Angestellte der Daiwa Bank, Toshihide Iguchi, gibt zu, dass er durch nicht genehmigte Transaktionen am US-Anleihemarkt 1,1 Milliarden Dollar verloren hat.

1996: Yasuo Hanaka bekennt sich des Betruges und der Fälschung für schuldig. Seine Handelsgeschäfte mit dem Rohstoff Kupfer kosten den Mischkonzern Sumitomo Corporation insgesamt 2,6 Milliarden Dollar.

1999: Martin Armstrong wird beschuldigt, 950 Millionen Dollar Investitionskapital seines Arbeitgebers Princeton Economics International verloren zu haben. US-Behörden zufolge benutzte er das Geld, um Handelsverluste zu verschleiern.

2001: Merrill Lynch feuert zwei Manager, die ihre Aufsichtspflicht gegenüber einem Devisenhändler verletzt haben sollen. Der Händler soll Gewinne an bevorzugte Kunden weitergeleitet haben. Schaden für die Bank: zehn Millionen Dollar (Quelle: Wall Street Journal Europe/Spiegel Online)

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