Leitl: Zuerst Unternehmen, Personensteuern später

7. Februar 2002, 15:30
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"Haben niemals Einkommensteuersenkung gefordert" - Ohne Unternehmensentlastung "ernsthafte Sorge um Arbeitsstandort Östererich"

Wien - Der gestrigen Festlegung der FPÖ-Spitze, bei einer Steuerreform 2003 zuallererst die Entlastung kleiner Einkommen angehen zu wollen, hat Christoph Leitl, Präsident des ÖVP-Wirtschaftsbunds und Wirtschaftskammerchef, am Donnerstag die eindeutigen Prioritäten des VP-Wirtschaftsflügels entgegengestellt.

"Wir haben niemals eine Senkung der Einkommensteuern als Forderung in den Raum gestellt", so Leitl. "Natürlich" sei im Zuge der geplanten Absenkung der Abgabenquote auf unter 40 Prozent bis 2010 auch über Einkommen- und Lohnsteuern zu diskutieren. Für Leitl kommen "personenbezogene Steuersenkungen" jedoch erst an zweiter und dritter Stelle. An erster Stelle müssten standortbezogene Steuern liegen. Passiere das 2003 nicht, würden die Folgen "sehr unerfreulich" sein.

Die Lohnnebenkosten für die Wirtschaft müssten sinken, "sonst müssen wir uns um den Arbeitsstandort Österreich ernsthaft Sorgen machen", so Leitl vor Journalisten. "Wenn wir das nicht reparieren, gehen Standort-Attraktivität und Arbeitsplätze verloren". (APA)

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