Heilige heilende Gelbwurz

4. April 2003, 14:49
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In Indien gilt die Gelbwurz als heilig, noch heute wird den Neugeborenen mit Curcuma ein gelber Punkt auf die Stirn gemalt, um Glück zu bringen.

Aus dem 7. Jahrhundert stammen chinesische Aufzeichnungen über seine Heilwirkung. Man schreibt ihm magische Eigenschaften zu und trägt ihn zum Schutze vor den bösen Geistern. Im Orient dient er vielfach zum Färben der Mönchsgewänder. Es war Marco Polo, der ihn nach Europa mitbrachte. Hier etablierte er sich wegen seiner Farbe als Safranersatz, wobei er geschmacklich bei weitem nicht an Safran heran reicht, jedoch übertrifft er diesen als Färbemittel und vor allem in seiner heilenden Wirkung.

Als natürlichen Farbstoff braucht man Curcuma auch heute noch in der Lebensmittelindustrie, beispielsweise zur Herstellung von Senf. Die gelbe Farbe ist übrigens wasserlöslich und läßt sich leicht mittels Alkohol entfernen. Das zum Trost für alle, die Curcuma- oder Curryflecken gemacht haben. Die Hauptanbaugebiete des ursprünglich aus Süd- und Südostasien stammenden Curcuma sind heute Indien, Indonesien, China, Bangladesch, Südamerika und die Karibik. Diese Pflanze, mit ihren lilienartigen Blüten gedeiht am besten in feucht-heißem Klima.

Seinen Platz hat der geriebene und pulverisierte Curcuma in der südasiatischen, der chinesischen und vor allem indischen Küche. Er darf in keiner Curry-Mischung fehlen. Er eignet sich gut für Grillgewürzmischungen, paßt zu Fisch und Geflügel.

Curcuma ist seit Jahrtausenden als Heilmittel bekannt. Er regt den Appetit und das Verdauungssystem. Es ist eine leberschützende und entzündungshemmende Wirkung festgestellt worden. Er schützt die Arterien vor schädlichen Fettablagerungen und wirkt entsprechend vorbeugend gegen Herzinfarkt und Schlaganfall. Außerdem ist Curcuma Inhaltsstoff vieler Salben gegen Hautkrankheiten.(red)

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