Großeinsatz des Militärs gegen Extremisten auf Jolo

3. Februar 2002, 21:23
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Angriffe mit Kampfflugzeugen und Hubschraubern - Mindestens 16 Rebellen getötet

Zamboanga - Bei einem Großeinsatz des Militärs auf der südphilippinischen Insel Jolo sind nach Angaben der Armee in den vergangenen drei Tagen mindestens 16 Moslem-Rebellen getötet worden. Offiziell war am Sonntag die Rede von Extremisten der Gruppe Abu Sayyaf, die mit der El-Kaida-Organisation des Moslem-Extremisten Osama bin Laden in Verbindung stünden. Eine Anzahl weiterer Extremisten sei verwundet worden, teilte ein Militärsprecher mit. Bei der Operation auf der 100 Kilometer südwestlich der Insel Basilan gelegenen Insel wurden die Truppen von Kampfflugzeugen und Hubschraubern unterstützt.

Die Gruppe Abu Sayyaf (Vater des Schwerts) kämpft nach eigener Darstellung für einen unabhängigen Moslem-Staat im Süden der Philippinen, scheut aber auch vor Entführungen zur Finanzierung ihres militärischen Apparats nicht zurück. Sie konzentriert sich derzeit auf die Inseln Jolo und Basilan. Im Jahr 2000 hatten Abu-Sayyaf-Rebellen durch die Entführung von 21 zumeist ausländischen Touristen weltweit Schlagzeilen gemacht. Seit 27. Mai befindet sich ein amerikanisches Missionarsehepaar in der Gewalt der Moslem-Extremisten auf Basilan, außerdem halten die Rebellen eine philippinische Krankenschwester fest.

Im Februar beginnen Soldaten der USA ein gemeinsames Manöver mit den philippinischen Streitkräften, das im Zeichen der internationalen Terrorismusbekämpfung stehen soll. Die USA sehen direkte Verbindungen zwischen der Abu Sayyaf und Bin Ladens El Kaida, die mit den Anschlägen vom 11. September in den USA in Verbindung gebracht wird. (APA/Reuters)

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