Hunderte von Waldbränden in Nordspanien und Südfrankreich

3. Februar 2002, 16:45
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Teils von Brandstiftern gelegt

Oviedo/Bayonne - Eine Serie von mehr als 200 Waldbränden hat in Nordspanien und Südwestfrankreich Tausende von Hektar Wald- und Buschland zerstört. In den am stärksten betroffenen spanischen Küstenregionen Asturien und Kantabrien seien die Feuer teilweise von Brandstiftern gelegt worden, teilten die Behörden am Sonntag mit. Auch hätten Bauern, die beim Niederbrennen von Wiesen und Stoppelfeldern unachtsam gewesen seien, zahlreiche Brände ausgelöst.

Die Löschmannschaften versuchten verzweifelt, ein Übergreifen der Flammen auf Siedlungen zu verhindern. In Kantabrien konnten etwa 100 Waldbrände gelöscht werden. 37 Feuer waren am Sonntag noch nicht unter Kontrolle. "Wir kommen mit dem Löschen nicht mehr nach", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. "Kaum ist ein Brand gelöscht, bricht schon der nächste aus." Vor einer Woche waren in der Region bei einer ähnlichen Brandserie 8.000 Hektar Waldland zerstört worden.

Im benachbarten Asturien standen ebenfalls an über 100 Stellen Wälder in Flammen. Hier entspannte sich die Lage am Sonntag, da leichter Regen einsetzte. Waldbrände sind in diesen regenreichen Regionen ziemlich ungewöhnlich. Zuletzt hatte hier jedoch eine sehr warme und trockene Witterung geherrscht.

In Südwestfrankreich wurden durch die Feuer mehrere Hundert Hektar Buschland und Waldgebiete vernichtet. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren am Sonntag nach Angaben der Behörden in Bayonne im Einsatz, um die außer Kontrolle geratenen Feuer zu löschen. Wegen der mit über 90 Stundenkilometern wehenden Winde konnten keine Löschflugzeuge eingesetzt werden. Menschen oder Häuser waren zunächst nicht bedroht. (APA)

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