Motorraderzeuger Mv Agusta und Piaggio kooperieren - Fusion geplatzt

31. Jänner 2002, 10:24
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Varese - Der im oberitalienischen Varese beheimatete Motorradhersteller Mv Agusta will die Marke Husqvarna und die Produktionsanlagen der Marke Cagiva an die Piaggio-Gruppe abtreten. Angesichts der verschlechterten Verhältnisse am Motorradmarkt ist statt der im Juli 2001 vereinbarten Fusion der beiden Unternehmen nur noch von einem strategischen Teilabkommen die Rede. Piaggio hatte damals um 15 Mill. Euro eine zwanzigprozentige Beteiligung bei Mv Agusta übernommen.

Auf den Fertigungslinien, die bisher für Maschinen der Marke Cagiva zum Einsatz kamen, will Piaggio künftig hubraumstarke Maschinen der Marke Gilera - zunächst die neue Vierzylinder-Maschine "Supersport 600" - montieren und damit den geplanten Einzug in die oberen Hubraumklassen beschleunigen. Die finanziell angeschlagene Mv Agusta mit 160 Mill. Euro Bankenverbindlichkeiten will sich ganz auf den geplanten Relaunch der traditionsreichen Nobelmarke Mv Agusta konzentrieren.(APA)

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