Insiderverdacht bei tschechischer CA IB

30. Jänner 2002, 19:17
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Wertpapieraufsicht ermittelt

Wien - Die Prager Wertpapieraufsicht CSC ermittelt im Zusammenhang mit Unregelmäßigkeiten rund um die Privatisierung des tschechischen Öl- und Chemiekonzerns Unipetrol auch gegen die Investmentbank der Bank Austria. Dies berichtet die Tageszeitung "Die Presse" in ihrer Donnerstagausgabe. Die CA IB weist den Verdacht als unbegründet zurück.

Rapider Kursverfall

Hintergrund ist der rapide Kursverfall der Unipetrol-Aktie kurz vor der Bekanntgabe des Zuschlags an den Bieter Agrofert. Das Unternehmen erhielt den Ölkonzern um 361 Mill. Euro (4,96 Mrd. S) und warf damit u. a. die OMV samt der ungarischen MOL aus dem Feld. Wie Radka Prochazkova, Sprecherin der CSC in dem Zeitungsbericht erklärte, sei CA IB Securities eine der Firmen, die unter Verdacht des Insiderhandels stünden.

Konkret setzte die Talfahrt des Aktienkurses wenige Minuten vor der Bekanntgabe der Entscheidung ein. Insgesamt verloren Unipetrol am relevanten Tag, dem 17. Dezember 2001, im Handelsverlauf bis zu 19 Prozent. Hintergrund des Preisverfalls ist die Einschätzung, daß Agrofert nicht in der Lage sei, die Übernahme sowie den weiteren Ausbau von Unipetrol zu finanzieren.

CA IB weist Vorwurf zurück

Die CA IB weist den Vorwurf des Insiderhandels von sich, die Untersuchung werde zeigen, dass "der Verdacht unbegründet ist", erklärte Creditanstalt-Sprecher Peter Nikolai Thier gegenüber "Presse". (APA)

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