Styria sagt Ade zum Wiener Äther

30. Jänner 2002, 17:56
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Grazer Medienkonzern zieht sich von Antenne zurück

Die Flurbereinigung unter den Radiobeteiligungen der Styria Medien AG ist vollzogen. Die Mutter von "Kleiner Zeitung" und "Presse" gibt ihre Beteiligung am Privatsender Antenne Wien an die britische Hauptgesellschafterin GWR ab. Im Gegenzug trennt sich die GWR von ihren zehn Prozent an der von der Styria dominierten AntenneSteiermark.

Nach STANDARD-Informationen wurden die entsprechenden Verträge dieser Tage unterzeichnet, die entsprechende Mitteilung an das Kartellgericht ist aber noch nicht ergangen. Styria-Generaldirektor Horst Pirker war Dienstag für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Im Herbst vergangenen Jahres bestätigte er dem STANDARD aber die Absicht seines Konzerns, bei der Wiener Antenne aufzustocken und die unternehmerische Führung zu übernehmen oder auszusteigen.

Die Styria hielt zuletzt 26 Prozent der Gesellschaftsanteile, durchgerechnet aber nur rund neun Prozent am Kapital der Antenne Wien.

Beide Antennen verloren im jüngsten Radiotest markant in der Werbezielgruppe. Die Wiener hält bei den 14- bis 49-Jährigen bei einer Reichweite von 3,1 Prozent in der Hauptstadt, die steirische Antenne in ihrem Bundesland bei 23,1 Prozent. (fid/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 31. Jänner 2002)

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