Burgenland als Österreichs Naturschutzland Nummer Eins

30. Jänner 2002, 15:53
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Knapp ein Drittel der Landesfläche geschützt

Eisenstadt - Das Burgenland habe sich in den vergangenen Jahren als "Naturschutzland Nummer Eins" in Österreich etabliert, erklärte Landesrat Paul Rittsteuer (V) heute, Mittwoch, bei einem Pressegespräch in Eisenstadt. 2002 will das Land eine Reihe von Naturschutzprojekten starten. Rund 3,1 Millionen Euro (42,7 Mill. S) stünden dazu im Budget sowie aus Mitteln des Umweltprogrammes ÖPUL bereit. Dies sei "in der Geschichte des Burgenlandes der höchste Betrag, der jemals für Naturschutzangelegenheiten zur Verfügung gestellt wurde", so Rittsteuer.

Knapp ein Drittel der Landesfläche geschützt

Mehr als 131.000 Hektar - rund 33,3 Prozent der Landesfläche - seien derzeit bereits besonders geschützt, so Rittsteuer. Knapp mehr als 25 Prozent der Fläche sind als Natura 2000-Gebiete gemeldet. Als einen Schwerpunkt der Naturschutzarbeit nannte Rittsteuer die Bemühungen zur Ausweisung weiterer Schutzgebiete wie etwa eines Bereiches im Hansag auf einer Fläche von 1.700 ha zum Schutz der Großtrappe.

7.700 Hektar Trappenschutzgebiet Außerdem sollen Managementpläne für Natura 2000-Gebiete erstellt werden, so der Landesrat. Als Pilotprojekt dient dabei das 7.700 Hektar umfassende Trappenschutzgebiet auf der Parndorfer Platte. Um den Streuobstbestand abzusichern, sollen mit einem geförderten Auspflanzprojekt über fünf Jahre jeweils rund 6.000 Obstbäume gesetzt werden.

Verstärkt zusammenarbeiten will man auch mit den Naturschutzorganisationen: Im Februar soll eine Ramsar-Kampagne zum Thema "WasSerleben" starten. Darüber hinaus sind zahlreiche Einzelprojekte des Landes mit dem Naturschutzbund geplant. Dazu gehören etwa das Wildkarpfen- und Flusskrebs-Projekt an der Leitha und die Bemühungen um den Erhalt der einzigartigen Flussmuscheln im Johannesbach bei Leithaprodersdorf.

Für ihre Diplomarbeiten, die sich mit dem Naturschutzthema auseinander setzen, wurden Michaela Reschl aus Oberwart und Markus Fuhrmann aus Neusiedl am See von Rittsteuer mit dem Naturschutz-Anerkennungspreis des Landes, der mit je 1.453 Euro (20.000 Schilling) dotiert ist, ausgezeichnet. Reschl hatte sich in ihrer Arbeit mit der südburgenländischen Weinbau-Kulturlandschaft befasst. Fuhrmann setzte sich kritisch mit den Bemühungen im Bereich der Nachhaltigkeit in der Region Neusiedler See - Seewinkel auseinander.(APA)

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