H&M wieder auf Wachstumskurs

30. Jänner 2002, 16:42
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Gewinn und Umsatz nach Zwischentief wieder deutlich gesteigert - Österreich-Expansion geht weiter

Stockholm - Der schwedische Bekleidungskonzern Hennes&Mauritz (H&M) hat im Geschäftsjahr 2000/01 (per 30.November) Gewinn und Umsatz nach einem Zwischentief wieder deutlich gesteigert. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Stockholm mitteilte, legte der H&M-Konzern beim Vorsteuerertrag um 43 Prozent auf 5,7 Mrd. Kronen (618 Mill. Euro/8,5 Mrd. S) zu. Der Umsatz stieg wechselkursbereinigt um 20 Prozent auf 46,5 Mrd. Kronen. Allein im vierten Quartal wuchs der Ertrag um 69 Prozent auf 2,4 Mrd. Kronen. Das Gesamtergebnis übertraf die Prognosen von Analysten deutlich.

Vier neue Filialen in Österreich

In Österreich, wo H&M Marktführer ist, wurde der Umsatz um 9,1 Prozent auf 376 Mill. Euro (5,17 Mrd. S) gesteigert. Die Zahl der Filialen stieg um 3 auf 41. Auch flächenbereinigt sei der Umsatz nach oben gegangen, sagte H&M-Österreich-Chefin Claudia Oswald am Mittwoch. Für das laufenden Geschäftsjahr sei die Eröffnung von 4 weiteren Geschäften (Feldkirch/Vorarlberg und Wiener Kärntnerstraße im Frühjahr, Graz/Innenstadt sowie Bludenz/Vorarlberg im Herbst) geplant. Wie viele H&M-Standorte Filialen der österreichische Markt insgesamt trägt, lasse sich schwer sagen, so Oswald. Sollte sich die im Vorjahr gestartete Bezirksstadt-Strategie weiter so erfolgreich entwickeln, sei auch eine Zahl von 60 Geschäften vorstellbar. Ambitionen in neue Geschäftsfelder (wie etwa Schuhe) einzusteigen, gebe es im Konzern nicht.

"Lust auf Revanche"

Weltweit habe H&M auf allen Märkten deutlich zugelegt, hieß es bei der Bilanzveröffentlichung. Als Grund nannte das Unternehmen "mehr Bezug zu den Kunden, gute Kollektionen und ein gut ausbalanciertes Warensortiment". "Letztes Jahr lief es nicht so gut, jetzt hatten wir Lust auf Revanche, und es hat gut geklappt", meinte Konzernchef Rolf Eriksen und bezog sich dabei vor allem auf einen deutlichen Gewinnrückgang 1999/2000 wegen einer schlecht verkauften Herbstkollektion.

US-Markt im Visier

Im laufenden Jahr will das Unternehmen weltweit weitere 90 Textilhäuser eröffnen. Der US-Markt sei dabei weiter für die Expansion von großer Bedeutung. Allerdings entwickele sich das Expansionstempo in Amerika langsamer als erwartet. Insgesamt betreibt das schwedische Unternehmen nach der Eröffnung von 93 und der Schließung von vier Filialen weltweit 771 Verkaufsstätten. Im laufenden Jahr soll das Netz vor allem in Deutschland, Frankreich, den USA, Spanien und Großbritannien ausgebaut werden. (APA/dpa)

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