Arbeitszeit- flexibilisierung: Wirtschaftsbund contra ÖGB

27. Jänner 2002, 14:02
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Bartenstein-Vorschlag stößt bei Gewerkschaftern auf Ablehnung

Wien - Die Auseinandersetzung um den Vorschlag von Wirtschaftsminister Bartenstein nach flexibleren Arbeitszeiten dauert an. Wirtschaftsbund-Generalsekretär Kopf forderte die Gewerkschaften auf, ihre "Ablehnungs-Reflexe" zu überwinden. Der Wirtschaftsstandort Österreich brauche marktkonforme Antworten.

FSG-Bundessekretärin Roswitha Bachner trat neuerlich gegen eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeiten ein und meinte, man möge die vorhandenen Möglichkeiten ausnutzen. Insgesamt ortet Bachner einen massiven Angriff auf die Geldbörsel der Arbeitnehmer. Die Behauptung von Kopf, den internationalen Investoren seien die derzeitigen Arbeitszeitbestimmungen zu starr, wertete sie als einen Vorwand, um die Überstunden-Zuschläge zu beseitigen.

Laut Kopf stehe außer Streit, dass nationale Arbeitszeitregelungen für internationale Investoren ein wesentliches Argument im Entscheidungprozess für oder wieder einer Betriebsansiedlung sind. Vor allem für Produktionsbetriebe mit modernen Schichtmodellen sei die derzeit geltenden Arbeitszeitregelungen zu starr und stellen eines der größten Mankos für Investoren dar. Daher sei die Ausweitung des gesetzlichen Rahmens von 10 auf 12 Stunden ein vernünftiger Ansatz, so Kopf. (APA)

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