Krankl: "Chancen gibt es immer"

25. Jänner 2002, 17:39
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Stimmen aus Österreich, Niederlande und Tschechien

  • ÖSTERREICH:

    Teamchef Hans Krankl: "Es ist ein schweres Los, aber ein leichtes gibt es ohnehin nicht. Chancen gibt es immer, aber wir haben zwei sehr schwere Gegner. Wir werden um alles kämpfen. Niederlande ist der erste Favorit, die wollte ich vermeiden. Das ist der moderne Fußball schlechthin. Tschechien hat einige großartige Legionäre wie Koller, Nedved, Rosicky, das sind super Spieler. Tschechien ist im Aufschwung. Die zwei anderen Mannschaften kennen wir wenig."

    ÖFB-Präsident Beppo Mauhart: "Es ist eine wahnsinnig schwierige Gruppe, das sind sicher keine Wunschgegner. Aber das ist eine große Herausforderung. Niederlande ist ein sehr attraktiver Gegner, Nachbar Tschechien wird sehr schwierig. Die Niederlande sind Favorit, wir kämpfen mit Tschechien um Rang zwei."

    Friedrich Stickler, designierter ÖFB-Präsident: "Es ist sicher keine leichte Gruppe, aber es gibt keine leichte Gruppe. Sie liegt im oberen Drittel der Schwierigkeitsstufe. Es wird schwer, aber wir müssen positiv in die Qualifikation gehen. Wenn man von vornherein sagt, wir haben keine Chance, können wir gleich alle Spiele w.o. geben. Ich erwarte attraktive Spiele, da kommen einige Gusto-Stückerl."

    Markus Schopp: "Im modernen Fußball ist es so, dass man gegen die Großen bestehen kann und gegen die Kleinen aufpassen muss. Ich wüsste nicht, gegen welche Mannschaft aus Topf eins und zwei wir uns Hoffnungen machen könnten, zwei Spiele leicht zu gewinnen. Ich glaube aber, wir können mitspielen. Tschechin ist der Favorit, bei den Niederlanden hat man gesehen, wie schwer sie sich in der WM-Qualifikation getan haben. Sie haben gute Namen, aber im Team stimmt offenbar einiges nicht. Gegen Tschechien und Niederlande können wir zu Hause auf jeden Fall bestehen. Wir haben Chancen, die Frage ist, wie es der Teamchef mit dem Neubeginn angeht."

    Ex-Teamchef Herbert Prohaska: "Diese Gruppe ist eine der schwersten, die wir bekommen konnten. Es gibt keinen Gegner, den wir leicht schlagen können. In Topf eins hätte es mit Tschechien schlimmer kommen können, aber mit den Niederländern spielen wir gegen die stärkste Mannschaft in Topf zwei. Weißrussland ist jetzt sicher eine Klasse stärker als zu der Zeit, als wir gegen sie in der WM-Qualifikation gespielt haben."

    Christian Mayrleb: "Nicht so schlecht, nur die Holländer stören mich doch ein wenig. Die Aufgabe ist zu packen."

    Mario Haas: "Tschechien und die Niederlande sind sehr interessante Gegner. Moldawien und Weißrussland sind hingegen eher unattraktiv, die können aber auch kicken. Es ist auf keinen Fall ein Traumlos, wir werden uns aber voll reinhängen und alles probieren."

    Michael Baur: "Die Niederlande und Tschechien sind klare Favoriten. Holland hat super Fußballer, ist zwar bei der WM nicht dabei, aber da hat auch Pech mitgespielt. Die Tschechen haben Spieler wie Rosicky und Nedved, das sagt schon alles. Auch Moldawien und Weißrussland sind keine angenehmen Gegner. Wir sind klarer Außenseiter."

    Stefan Lexa: "Das wird sehr schwer. Aber es ist eine neue Herausforderung und genau das Richtige für den neuen Teamchef. Die Deutschen haben wie immer Schwein gehabt."

    ÖFB-Teamkapitän Andi Herzog: "Wir haben ein sehr schweres Los gezogen. Tschechien ist ein unangenehmer Gegner, die Niederlande sind traditionell sehr stark, aber auf die Spiele gegen die Holländer freue ich mich persönlich. Weißrussland ist speziell in Minsk ein sehr schwerer Boden und Moldawien ist sicher kein Jausengegner."

    Markus Hiden: "Recht viel schwerer hätte es nicht kommen können."

  • NIEDERLANDE:

    Frank de Boer (niederländischer Rekord-Teamspieler): "Österreich war eine große Fußball-Nation. Aber das ist lange her."

    Dick Advocaat (Bonds-Coach): "Es war nur teilweise eine gute Auslosung."

  • TSCHECHIEN:

    Karel Brückner (Tschechischer Teamchef): "Wir spielen gegen die schwersten Gegner, die möglich waren."

    Tomas Rosicky: "Das wird sehr schwer. Mit den Niederländern haben wir noch eine Rechnung von der EM 2000 (Anmerkung: 0:1-Niederlage gegen die Gastgeber durch einen umstrittenen Elfmeter) offen. Da wird uns keiner motivieren müssen."

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