Laser in der Stahlproduktion eingesetzt

27. Jänner 2002, 11:01
posten

Projekt am Institut für Experimentalphysik und Angewandte Physik der Uni Linz

Linz - Am Institut für Experimentalphysik/Angewandte Physik der Johannes Kepler Universität Linz ist ein Gerät entwickelt worden, das die kontinuierliche Bestimmung der Zusammensetzung und der Temperatur von Metallschmelzen, insbesondere auch von Stahl, ermöglicht. Da das Gerät ohne Unterbrechung des Stahlherstellungsprozesses eingesetzt werden kann, soll dadurch die Wirtschaftlichkeit in der Stahlherstellung wesentlich gesteigert werden.

Das Messprinzip dieses Geräts, das berührungslos arbeitet und für eine komplette chemische Analyse inklusive Temperaturmessung nur einige Sekunden benötigt, basiert auf einem Laser. Winzige Mengen der Stahlschmelze werden "verdampft". Aufgrund der extrem hohen Temperatur entsteht ein so genanntes Plasma, durch das gewissermaßen ein "Fingerprint" der Schmelze ermittelt werden kann. Das heißt, wie ist das Stahlbad zusammengesetzt, wie ist die Konzentration der einzelnen Elemente in der Stahlschmelze? Darüber hinaus lässt sich über die elektromagnetische Strahlung des flüssigen Stahls die Temperatur der Schmelze messen. Das Gerät wurde im Rahmen einer Doktorarbeit von Johann Gruber zusammen mit Norbert Ramaseder von der VOEST-ALPINE Industrieanlagenbau GmbH & Co entwickelt. (pte)

Share if you care.