Losglück und -pech für Österreich

28. Jänner 2002, 17:14
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Krankls Truppe kriegt es mit Tschechien, den Niederlanden, Weißrussland und Moldawien zu tun

Porto - Noch nie hat sich Österreichs Fußball-Nationalmannschaft für eine EM-Endrunde qualifiziert, die Chancen, dass das ÖFB-Team bei der Europameisterschaft 2004 in Portugal dabei ist, sind auch nicht rosig. Die portugiesische Legende Eusebio hatte am Freitag bei der Auslosung der Qualifikationsgruppen in Santa Maria da Feira bei Porto für Österreich keine glückliche Hand und zog für Neo-Teamchef Hans Krankl und sein Team Tschechien, die Niederlande, Weißrussland und Moldawien als Gegner in der Gruppe drei. Der Spielplan der Qualifikation ab 7. September wird am 18. Februar bei der Terminkonferenz in Prag erstellt.

Kein WM-Teilnehmer

Krankl kann sich zwar eine Spionagereise zur WM 2002 in Südkorea und Japan ersparen, weil keiner der Gegner für das Turnier von 31. Mai bis 30. Juni qualifiziert ist, doch glücklich ist der Teamchef mit dem Los keineswegs. "Die Niederlande wollte ich, so wie Frankreich, unbedingt vermeiden. Das ist moderner Fußball schlechthin, die Niederlande sind Favorit für Platz eins. Und Tschechien hat großartige Legionäre und ist im Aufschwung", erklärte Krankl, der erst seit Montag im Amt ist.

Krankl: "Eine Chance gibt es immer"

Der Wiener, der einen bis Ende der Qualifikation laufenden Vertrag unterschrieben hat, der sich automatisch verlängern würde, wenn das ÖFB-Team nach Portugal fährt, gibt sich aber kämpferisch. "Wir haben zwei sehr starke Gegner, aber eine Chance gibt es immer", so Krankl, der am Liebsten mit einem Heimspiel die Qualifikation beginnen und beenden will. Die beiden Gegner aus der ehemaligen Sowjetunion kann der 48-Jährige vielleicht im Frühjahr in Budapest beobachten, Ungarn plant Testspiele gegen Weißrussland und Moldawien.

Der Modus

Die Qualifikation für die Endrunde von 12. Juni bis 4. Juli 2004 wird von 7. September 2002 bis 12. Oktober 2003 an zwölf Terminen gespielt. Die Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die EM-Endrunde, die zehn Zweitplatzierten ermitteln im Playoff (Hin- und Rückspiele) die restlichen fünf Teilnehmer. Portugal ist als Veranstalter fix qualifiziert.(APA)

  • GRUPPE 3:
    Tschechien
    Niederlande
    ÖSTERREICH
    Weißrussland
    Moldavien
    

    Alle Gruppen im Überblick:

    Gruppe 1:
    Frankreich, Slowenien, Israel, Zypern, Malta

    Gruppe 2:
    Rumänien, Dänemark, Norwegen, Bosnien-Herzegowina, Luxemburg

    Gruppe 3:
    Tschechien, Niederlande, ÖSTERREICH, Weißrussland, Moldawien

    Gruppe 4:
    Schweden, Polen, Ungarn, Lettland, San Marino

    Gruppe 5:
    Deutschland, Schottland, Island, Litauen, Färöer

    Gruppe 6:
    Spanien, Ukraine, Griechenland, Nordirland, Armenien

    Gruppe 7:
    Türkei, England, Slowakei, Mazedonien, Liechtenstein

    Gruppe 8:
    Belgien, Kroatien, Bulgarien, Estland, Andorra

    Gruppe 9:
    Italien, Jugoslawien, Finnland, Wales, Aserbaidschan

    Gruppe 10:
    Irland, Russland, Schweiz, Georgien, Albanien

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