Studie: Aktienanleger wechseln zu Fonds

24. Jänner 2002, 06:59
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Anleger werden vorsichtiger und vertrauen zunehmend auf Fondsgesellschaften.

Fonds gewinnen bei deutschen Anlegern gegenüber Aktien immer mehr an Attraktivität. Das stellte das Deutsche Aktieninstitut (DAI) in seiner Kurzstudie auf Grundlage einer Infratest-Umfrage fest. Zwar stieg die Anzahl der direkten und indirekten Aktienbesitzer im Jahr 2001 von 11,8 auf 12,9 Millionen. Die Zahl der Bundesbürger, die ausschließlich in Aktien anlegen, verringerte sich jedoch von 3,5 auf 3,1 Millionen. Im Vergleich zu vorhergehenden Jahren sind die Anleger skeptisch - 1999 stieg die Zahl der Aktien- und Fondsbesitzer noch um 21%.

Anleger werden vorsichtiger und vertrauen auf Fondsgesellschaften

Aufgrund der anhaltenden Schwäche der Aktienmärkte sind die Bundesbürger zurückhaltender und vorsichtiger geworden. Sie vertrauen bei der Anlage ihres Geldes eher auf die Professionalität der Fondsgesellschaften, als sich selbst um die Auswahl der Aktien zu kümmern. Unabhängig von der Anlageform plädiert das DAI für eine stärkere Einbindung von Aktien und Fonds in die Altersvorsorge.

Anleger zunehmender reifer

„Die in den letzten Jahren steigende Zahl von Aktionären und Fondsbesitzern dokumentiert die zunehmende Aktienreife der Deutschen“, kommentierte Rüdiger von Rosen, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Aktieninstituts, die Ergebnisse. Zu einer lebendigen „Aktienkultur“ gehöre aber auch, dass vorübergehende Kursrückgänge ebensowenig wie temporäre Kursexplosionen als fortdauernd angesehen, sondern als Schwankungen um eine langfristig realistische Durchschnittsrendite von rund zehn Prozent p.a. erkannt und verstanden würden.

(e-fundresearch.com)

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