Grüne: Ausbau der Frauenförderung an Unis dringend nötig

23. Jänner 2002, 15:41
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Uni-Reform verschlechtere die Situation noch

Wien - "Es besteht nach wie vor erhöhter Bedarf nach dem Ausbau der Frauenförderung an Österreichischs Universitäten", moniert der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. Zwar seien in den letzten Jahren verstärkt Frauen als wissenschaftliches Personal, vielfach als Vertragsassistentinnen, angestellt worden. Doch durch das mit dem neuen Dienstrecht beschlossene zwingende Auslaufen ihrer Verträge werden die Fortschritte, die im Bereich der Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen erzielt wurden, zunichte gemacht.

Grünewald widerspricht damit auch der VP-Abgeordneten Brinek, der zufolge die Uni-Reform "volle Rückendeckung für Frauenanliegen" bringe. "Brinek profiliert sich mit Behauptungen und Aussagen, die in krassem Gegensatz zu den Zahlen des Bildungsministeriums stehen und damit den nüchternen Fakten widersprechen", kommentierte Grünewald.

Sämtlich vorliegende Stellungnahmen der Arbeitskreise für Gleichbehandlungsfragen sprächen von massiven Verschlechterungen der Situation für Frauen an den Universitäten durch die Reform.

Unterrepräsentiert

Frauen sind an Österreichischs Universitäten nach wie vor unterrepräsentiert. Das bestätigen aktuelle Zahlen des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Obwohl 52 Prozent der Studierenden weiblich sind, beträgt der Anteil bei Assistentinnen lediglich 26 Prozent, bei Professorinnen gar nur 7 Prozent. (red)

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