Zeitung: "Arafat und Sharon führen ihre Völker in die Katastrophe"

23. Jänner 2002, 12:21
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"Haaretz": Dialog unter den gegenwärtigen Führungen unmöglich

Tel Aviv - Die israelische liberale Tageszeitung "Haaretz" befasst sich am Mittwoch mit dem Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern und kommt zu dem Schluss, dass die Politik der gegenwärtigen Regierungen beide Völker in eine Katastrophe führt: "Auch wenn die Notwendigkeit, Anschläge durch eine Reihe von Maßnahmen zu verhindern, offensichtlich ist, so dürfen erfolgreiche Operationen doch nicht den Eindruck erwecken, dass solche Maßnahmen allein die Lösung für diese gewalttätige Realität sind".

"Die Ursachen dieser Realität sind bekannt, doch die Führungen Israels und der Palästinenser sind so fixiert, dass sie nicht zum Dialog kommen und sicherlich auch keine politische Lösung erzielen. Diese beiden Regierungen führen ihre Völker blind und für Argumente unzugänglich in die Katastrophe. Yasser Arafat ergeht sich in leeren Floskeln über eine Waffenruhe und seine Verhandlungsbereitschaft, obwohl er nicht einen einzigen vernünftigen Plan dafür vorlegt. Und Ariel Sharon antwortet mit seinen eigenen Sprüchen über seine Bereitschaft zu schmerzlichen Kompromissen, ohne einen Plan zu präsentieren, über den man reden könnte." (APA/dpa)

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