"Vielweiberei", weil er "die Richtige" nie gefunden hat

22. Jänner 2002, 15:48
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Sieben Jahre Haft für ägyptischen Polygamisten - 24 Ehen, er dürfte eigentlich "nur" vier haben

Ein ägyptischer Kaufhauskönig, der im Laufe seines Lebens insgesamt 24 Mädchen und Frauen geheiratet hat, muss wegen Polygamie für sieben Jahre ins Gefängnis. Ein Kairoer Strafgericht sah es am Dienstag als erwiesen an, dass Said Ragab el Sawerki (56), zeitweise fünf Frauen gleichzeitig hatte. In Ägypten dürfen Männer nach islamischem Recht aber "nur" mit bis zu vier Frauen gleichzeitig verheiratet sein. Sawerki, ein Mann mit langem Bart und Verbindungen zu den fundamentalistischen Moslembrüdern, habe außerdem Dokumente gefälscht.

Auch eine von Sawerkis Frau verurteilt

Dies habe er getan, um Mädchen ehelichen zu können, die das gesetzliche Heiratsalter von 16 Jahren noch nicht erreicht hatten, hieß es. Zu drei Jahren Haft und Zwangsarbeit verurteilte das Gericht außerdem eine von Sawerkis Frauen. Ihr Vergehen: Sie hatte Sawerki erneut geheiratet, nachdem dieser sie zuvor drei Mal verstoßen hatte. Nach der islamischen "Scharia" hätte sie aber vor einen erneuten Heirat erst einen anderen Mann heiraten und mit ihm Sex haben müssen, um zu ihrem Ex-Mann zurückkehren zu können.

"Die Richtige war einfach nie dabei ..."

Der Fall Sawerki hat in dem islamischen Land für einigen Aufruhr gesorgt. Der Polygamist selbst versuchte, seine "Vielweiberei" in der Presse damit zu rechtfertigen, dass er "die Richtige" einfach nie gefunden habe. (APA/dpa)

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