Mindestens 13 Plünderer seit Vulkanausbruch in Goma hingerichtet

22. Jänner 2002, 09:43
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Darunter sieben Soldaten der Rebellenbewegung RCD

Goma - Seit dem Ausbruch des Vulkans Nyiragong am vergangenen Donnerstag sind in der ostkongolesischen Stadt Goma mindestens 13 mutmaßliche Plünderer hingerichtet worden. Darunter waren auch sieben Soldaten der Rebellenbewegung RCD, wie das Militär am Dienstag mitteilte.

Die von Ruanda unterstützte RCD, die den Osten des Landes militärisch kontrolliert, kündigte am Dienstag ein unnachgiebiges Vorgehen gegen Plünderer in der von Feuer und Lava zerstörten Stadt an. "Wer bei frischer Tat ertappt wird, wird sein Urteil vor Gott erhalten", warnte RCD-Präsident Adolphe Onusumba im Radio.

Bei der Explosion einer Tankstelle waren am Montag bis zu hundert Plünderer ums Leben gekommen, die offenbar Benzin stehlen wollten. Vulkanexperten erklärten am Montag die jüngste Eruptionsphase des Vulkans für beendet. Auch Erdstöße waren in der Nacht zum Dienstag keine mehr zu spüren.

Hilfsorganisationen hatten allerdings an die rund 350.000 Flüchtlinge im ruandischen Grenzgebiet appelliert, nicht nach Goma zurückzukehren. Sie sollten zwei Durchgangslager in Ruanda aufsuchen, da die Lage in Goma noch immer zu gefährlich sei. (APA)

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