FPÖ verliert gegen "Knackal"

20. Jänner 2002, 19:16
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Blaue Werbespots in Privatradios imitierten Dialoge aus ORF-Serie "MA 2412"

Wien - Gegen die Wiener FPÖ bekamen die Kabarettisten Alfred Dorfer, Roland Düringer und Monica Weinzettel nun vom Obersten Gerichtshof Recht. Er wies einen Revisionsrekurs der Freiheitlichen ab.

Anlass des Rechtsstreits, in dem der Wiener Rechtsanwalt Thomas Höhne die drei Kläger vertrat: Die FP schaltete im Herbst 2000 Werbespots in den Wiener Privatradios 88.6 und 92.9, die Dialoge aus der ORF-Serie "MA 2412" imitierten. Das untersagten davor bereits zwei Gerichte.

Schädlich, als Wahlhelfer der FPÖ gehalten zu werden ...

Dorfer spielt in "MA 2412" die Figur des "Herrn Weber", Düringer den "Ingenieur Breitfuß" und Weinzettl die "Frau Knackal". Sie "erachteten es auch als ihrem Erwerb, Kredit und Fortkommen besonders schädlich, für Wahlhelfer der FPÖ gehalten zu werden", heißt es in der Entscheidung des Oberlandesgerichtes Wien dazu. "Zu Recht" sei die erste Instanz "von einem Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Kläger" ausgegangen. (red/DER STANDARD; Print-Ausgabe, 21. Jänner 2002)

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