Heftige Erdbeben erschüttern erneut ruandesische Grenzstadt Gisenyi

20. Jänner 2002, 10:24
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Zahlreiche Häuser beschädigt

Gisenyi - Mehrere heftige Erdbeben haben die ganze Nacht über wieder die ruandesische Grenzstadt Gisenyi erschüttert, wo vier Tage nach dem Ausbruch des Nyiragongo hunderttausende Kongolesen aus Angst vor den Lavamassen ausharren. Auch zahlreiche Häuser in der ostkongolesischen Stadt Goma seien von den Erschütterungen beschädigt worden, sagte ein örtlicher Vulkanexperte. Die Beben hätten eine Stärke von mehr als 4,5 auf der Richterskala erreicht. Mit neuen Lava-Eruptionen sei aber vorerst nicht zu rechnen; der Druck der Vulkanmasse habe offenbar nachgelassen.

Hilfskonvois, vor allem aus Kigali und Tansania, erreichten am Morgen weiterhin die Krisenregion, die bereits in der Nacht auf Samstag von zahlreichen Erdbeben erschüttert worden war. Der Nyiragongo brach nach 25 Jahren Ruhe am Donnerstag aus. Nach Angaben der UNO ist das drängendste Problem für die Menschen, die vor dem Vulkan ins benachbarte Ruanda flohen, die Versorgung mit Trinkwasser. Der ruandesische Gesundheitsminister warnte vor einem Ausbruch von Seuchen. (APA)

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