Sorge in Großbritannien über Guantanamo-Gefangene

19. Jänner 2002, 17:01
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Angeblich auch drei Briten unter den Verhafteten

London - In Großbritannien wächst die Sorge um die faire Behandlung mutmaßlicher Taliban- und El-Kaida-Mitglieder auf dem US-Marinestützpunkt Guantanamo in Kuba. Eine Gruppe von britischen Parlamentariern bat US-Botschafter William Farish um ein Treffen. Man wolle vom ihm die Versicherung, dass die Internierten als Kriegsgefangene angesehen werden, sagte Ann Clwyd vom Menschenrechtsausschuss des britischen Parlaments.

Die USA verweigern den Häftlingen den offiziellen Status als Kriegsgefangene. Unter den rund 100 Gefangenen in Kuba befinden sich angeblich auch drei britische Staatsbürger. Eine britische Delegation kam am Freitag in Guantanamo an, um deren Identität zu klären. Zeitungen in Großbritannien berichteten am Samstag, dass auch Mitglieder des britischen Geheimdienstes nach Kuba gereist seien. Die Regierung wollte die Zusammensetzung der Delegation nicht kommentieren. (APA/AP)

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