Und es gibt sie doch!

18. Jänner 2002, 19:54
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Halb Deutschland glaubt an die Existenz Außerirdischer

Stuttgart - Fast die Hälfte der Deutschen glaubt an Außerirdische. 49,7 Prozent sind davon überzeugt, dass es außerhalb unserer Erde intelligente Lebewesen gibt, heißt es in einer Emnid-Umfrage, die das Magazin "Bild der Wissenschaft" (Stuttgart) in Auftrag gegeben hatte. 43,4 Prozent der Befragten glauben nicht an sie, berichtet die Zeitschrift in ihrer Februarausgabe. 6,9 Prozent hatten keine Meinung darüber, ob Lebewesen auf fremden Sternen existieren.

Außerirdische Zivilisationen konnten sich vor allem höher gebildete Männer unter 50 Jahren vorstellen. Frauen verneinten die Existenz anderer intelligenter Lebewesen eher. Nur 45,3 Prozent glaubten an sie (Männer: 54,5 Prozent). Ostdeutsche konnten sich "Marsmännchen" oder ähnliche fremde Lebewesen insgesamt schlechter vorstellen als Westdeutsche. Nur 42,9 Prozent der Ostdeutschen beantworteten die Frage nach ihrer Existenz mit "Ja". Im Westen stimmten 51,4 Prozent dafür.

Der Glaube an fremde Lebewesen war auch an Einkommen und Schulabschluss gekoppelt. Bei einem Haushaltseinkommen über 2000 Euro stimmten 58,2 Prozent mit "Ja", darunter waren es nur 46,8 Prozent. 61,4 Prozent der Umfrageteilnehmer mit Abitur/Studium glaubten an die fremden Lebewesen, aber nur 48 Prozent mit mittlerem Bildungsabschluss und 31,7 Prozent ohne Ausbildung.

Dass sich eher Männer als Frauen außerirdische Lebewesen vorstellen können, erklärt der Düsseldorfer Soziologe Karl-Heinz Reuband mit dem stärkeren Interesse der Männer für Naturwissenschaften. Die unterschiedlichen Meinungen der West- und Ostdeutschen begründet der Kölner Soziologe Michael Wagner mit der Erziehung. "In der DDR hat der Staat versucht, die Bürger weltlich zu erziehen. Esoterische Theorien und alternative Religionen, die im Westen blühen, konnten dort nie Fuß fassen", zitiert ihn die Zeitschrift. (APA/dpa)

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