Paketbomben der ETA an Journalisten im Baskenland entschärft

18. Jänner 2002, 11:11
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Einer der Adressaten hatte Verdacht geschöpft

Die baskische Polizei hat drei Paketbomben entschärft, die mutmaßliche ETA-Terroristen an drei prominente Journalisten im Baskenland verschickt hatten. Die mit 150 Gramm Dynamit gefüllten Sprengsätze waren nach Presseberichten vom Freitag an den Vizepräsidenten der Zeitungsgruppe Correo, Enrique Ibarra, den Direktor des staatlichen Rundfunks RNE in der autonomen Region, Santiago Silvan, und an die Chefkorrespondentin des privaten Fernsehsenders Antena 3, Marisa Guerrero, gerichtet. Der Sprengstoff hätte ausgereicht, einen Menschen schwer zu verletzen oder gar zu töten, teilte die Polizei mit.

Die Paketbomben waren bei einem Kurierdienst aufgegeben worden. Als Absender hatten die Täter den baskischen Arbeitgeberverband Confebask angegeben, wie es weiter hieß. Die Polizei kam den Sprengsätzen auf die Spur, weil einer der Adressaten Verdacht geschöpft hatte. Dies war der erste Angriff der ETA auf Medienvertreter in diesem Jahr.

In den vergangenen Jahren hatte die Organisation vier Journalisten im Baskenland getötet, zuletzt im Mai 2001 den Finanzdirektor der einflussreichen Zeitung "El Diario Vasco", Santiago Oleaga. Erst am vergangenen Samstag hatte die ETA im Zentrum von Bilbao eine Autobombe gezündet und neun Menschen verletzt. (APA/dpa)

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