Leere Flughäfen wegen achtstündigem Streik in Italien

18. Jänner 2002, 09:36
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Gewerkschaften lehnten Vorschlag der Regierung auf Reduzierung der Streikstunden ab

Rom - Wegen eines achtstündigen Streiks im italienischen Flugverkehr waren die größten italienischen Airports am Freitag unnatürlich ruhig. Die meisten Passagiere waren über den Arbeitsausstand von 10.00 bis 18.00 Uhr informiert und disponierten um. Alle Versuche von Verkehrsminister Pietro Lunardi, die Gewerkschaften zum Verzicht auf den Streik zu bewegen, waren am Donnerstag gescheitert.

Lunardi hatte den Gewerkschaften vorgeschlagen, den Streik auf vier Stunden zu halbieren, um die Unannehmlichkeiten für die Passagiere kurz vor dem Wochenende zu reduzieren. Die Arbeitnehmervertreter verlangen von der Regierung Maßnahmen zur Förderung der krisengeschüttelten Flugbranche und gaben nicht nach.

Der Streik wurde ausgerufen, obwohl sich die Regierung zu einem Treffen mit den Gewerkschaften am kommenden Mittwoch bereit erklärt hat. Die Arbeitnehmervertreter fordern die Ausrufung des Notstandes, mit dem die Regierung, Mehrheitsaktionär von Alitalia, sich aktiv für die Rettung von Arbeitsplätzen einsetzen könnte. Alitalia beschloss wegen der anhaltenden Krise zuletzt die Streichung von insgesamt 3.500 Stellen. (APA)

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