Blaue Stunden in der Staatsoper

18. Jänner 2002, 07:07
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Elisabeth Gürtler präsentiert das Opernball-Programm

Wien - "Heuer ist alles in Blau gehalten - aber das soll keine politische Farbe sein." Einen Tag nach Richard Lugners Claudia-Cardinale-Stargast-Vorstellung präsentierte die Opernball-Organisatorin Elisabeth Gürtler am Donnerstag das offizielle Programm für den 7. Februar.

Damenspende und Herrenspende

Eine blaue Brosche wird heuer den Damen gespendet, dazu ein blaues Schlüsseltäschchen - die Herren bekommen ein Geduldsspiel, "weil viele Partnerinnen gehen verloren, wenn sie sich gut unterhalten", erläuterte Gürtler. Auch auf den Krönchen des Jungdamen-Komitees sind heuer vier blaue Steine - aber "die scheppern ein bisschen", warnt die Sacher-Chefin.

Jungherren bekommen heuer einen weißen Schal

Eine der wenigen Neuerungen beim Opernball 2002: Die Jungherren bekommen heuer einen weißen Schal geschenkt. Und der Gustav-Mahler-Saal wird nicht mehr "chinesisch-asiatisch dekoriert".

"Alles Walzer" - Robert Hysek - Heuer zum letzten Mal

Ansonsten wird im Keller aber wieder die Disco eingerichtet, "weil wir haben gemerkt, dass das wichtig ist". Und oben, im großen Saal, wird Robert "Alles Walzer" Hysek doch noch einmal die Quadrille leiten - nach mehrmaligen Rückzugsankündigungen heuer zum wirklich allerallerletzten Mal.

Gäste

Sogar mit Lugners Star-aufgeputztem Auftritt hat sich Gürtler nach mehrjährigen Querelen abgefunden: "Ich freue mich über alle diese Gäste." Wie auch über die Gäste von Bundespräsident Thomas Klestil: die finnische Präsidentin Tarja Halonen und der slowakische Präsident Rudolf Schuster. Die Sängerin Angela Denoke wird erwartet, der Neujahrskonzert-Dirigent Seiji Ozawa, Ottfried Fischer sowie der Coca-Cola-Weltchef Douglas N. Daft. Und Agnes Baltsa ist Patin bei der Taufe einer Opernball-Rose. Die ist aber nicht blau, diese Rose - der Blumenschmuck wird in Rot, Rosa und Orange gehalten. (frei, DER STANDARD Print-Ausgabe 18.1.2002)

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