RZB will slowenische Krekova banka übernehmen

17. Jänner 2002, 13:03
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Öffentliches Übernahmeangebot wird vorbereitet - Aufsichtsrat empfiehlt Aktionären Annahme

Wien/Marburg - Die Raiffeisen Zentralbank Österreich (RZB) will die neuntgrößte Bank in Slowenien, die Krekova banka, in Maribor/Marburg übernehmen. Über ihre 100-Prozent-Tochter Raiffeisen International Beteiligungs AG (RIB) wird sie in den nächsten Tagen ein öffentliches Übernahmeangebot an die Aktionäre der Krekova banka richten. "Es ist unser Ziel, Mehrheitseigentümer der Bank zu werden und mindestens 75 Prozent der Anteile zu erwerben", sagte der für das Auslandsgeschäft zuständige RZB-Vize-Generaldirektor Herbert Stepic.

Die Kernaktionäre der Bank, darunter die Diözese Maribor und andere kirchliche Institutionen, unterstützten das geplante Übernahmeangebot: Sie würden Raiffeisen als Partner schätzen, "der gut mit den strategischen Zielen und der Geschäftspolitik der Krekova banka harmoniert", heißt es. Der Einstieg eines starken Mehrheitseigentümers solle die nachhaltige und dynamische Entwicklung der Bank garantieren.

Keine Angaben zum Kaufpreis

Angaben zum Kaufpreis machte die RZB auf Anfrage am Donnerstag nicht. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Krekova banka, Mirko Krasovec, empfiehlt den Aktionären der Bank, das Angebot anzunehmen und spricht von einem "sehr fairen und für die Aktionäre attraktiven Übernahmeangebot, insbesondere in Relation zu den in der Vergangenheit angebotenen Preisen". Das Angebot wird bis Mitte Februar offiziell unterbreitet, eine Entscheidung soll bis April fallen.

Die Krekova banka d.d. wurde 1992 gegründet. Mit einer Bilanzsumme von rund 350 Mill. Euro (4,8 Mrd. S) per Ende 2001 ist sie die neuntgrößte Bank Sloweniens. 230 Mitarbeiter betreuen Kommerz- und Privatkunden in einem landesweiten Netz von 14 Filialen.

Die RZB will die Krekova banka zu einer "guten Andockstelle in Slowenien" machen. Bisher ist die Raiffeisen Bankengruppe in Slowenien mit einer Repräsentanz und einer Leasingfirma in Ljubljana/Laibach vertreten. Bereits jetzt betreue die RZB eine große Zahl slowenischer Firmenkunden und Banken. Slowenien ist der viertgrößte Handelspartner Österreichs, das mit 46 Prozent der Direktinvestitionen der größte Investor in Slowenien ist.(APA)

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