Palfinger AG spürt Konjunkturschwäche

17. Jänner 2002, 19:44
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Ergebnis um 15 Prozent eingebrochen

b>Salzburg/Wien - Die börsenotierte Palfinger AG, Eigenangaben zufolge Weltmarktführer bei Kränen und Nummer zwei bei hydraulischen Systemen, hat im Vorjahr die Konjunkturabschwächung voll zu spüren bekommen. Während sich der Umsatz 2001 um fünf Prozent auf 330,7 Mio. Euro (4,5 Mrd. S) verbesserte, schrumpfte das Betriebsergebnis (Ebit) vorläufigen Zahlen zufolge um 14,5 Prozent auf 28,2 Mio. Euro.

"Trotzdem ist das unser zweitbestes Ergebnis", sagte Unternehmenssprecher Hannes Roither dem STANDARD. Kurzfristig sei mit keiner Besserung der Auftragslage zu rechnen. "Allerdings", so Roither, "mit einer Ebit-Marge von 11,6 Prozent nach 14 Prozent im Jahr 2000 dürften wir die Talsohle erreicht haben."

Bei Palfinger geht man von einer Konjukturerholung ab Mitte 2002 aus. "Für uns ist wichtig, dass sich die Bau-, Transport- und Recyclingindustrie wieder erfängt", sagte Roither. "Dort sind unsere Hauptkunden tätig."

Das Unternehmen mit Sitz in Salzburg/Bergheim plant weitere Zukäufe. Geplant seien Übernahmen im Segment hydraulische Systeme, sagte Roither. Aktuell werde mit zwei Unternehmen verhandelt, einem in Europa und einem in Übersee.

Im Bereich der Kransysteme sei man mit dem im Mai vergangenen Jahres erfolgten Zukauf der brasilianischen Madal S.A., Marktführer bei Knickarmkränen in Südamerika, gut aufgestellt. Die Integration des Unternehmens in den Gesamtverbund laufe gut, Ausfälle durch die schwierige Wirtschaftslage in Argentinien habe es keine gegeben.

Die Palfinger-Aktie gab um gut ein Prozent auf rund 22,5 Euro nach. (stro, Der Standard, Printausgabe, 18.01.02)

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