Wassermangel durch Trockenheit

15. Jänner 2002, 20:34
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Tankwagen der Feuerwehr im Dauereinsatz

Wien/Graz - In einigen Teilen Österreichs sind derzeit die Quellen praktisch am Versiegen. Der Grund: der trockene Sommer und ein bisher niederschlagsarmer, frostiger Winter. Besonders betroffen ist die Süd- und Südoststeiermark. Auch in Tirol herrscht extreme Trockenheit, vorerst aber noch kein Wassermangel.

In anderen Bundesländern - etwa in Ober- und Niederösterreich - gibt es vorerst noch keine Probleme. Und Vorarlberg scheint mit weißer Pracht derart gesegnet, dass genug Wasser zur Verfügung steht.

In der Steiermark vermeldet das Landesfeuerwehrkommando ein "extremes Ansteigen" der Tankwagenanforderungen in der Süd- und Südoststeiermark. "Die Einsätze haben jetzt ein Ausmaß angenommen, das den normalen Ablauf bei weitem übersteigt", erklärt der stellvertretende Landesfeuerwehrkommandant Albert Kern. "Die Kommunen haben sich in den vergangenen Jahren zu sehr auf die Feuerwehren verlassen", resümiert Kern. Dabei sei die kommunale, aber auch die private Wasserversorgung vernachlässigt worden.

Umweltlandesrat Erich Pöltl (VP) meinte dazu, die Versorgung mit Wasser aus Tanklastzügen gehöre eben zu den Aufgaben der Feuerwehren, die Geräte seien nicht nur da, um sie bei Leistungsschauen vorzuzeigen.

Ein Projekt des "Wasserversorgungsplan Steiermarks" sieht die Verlegung einer Wasserleitung im Rahmen der gerade im Bau befindlichen zweiten Röhre des Plabutsch-Straßentunnels vor. Diese soll 200 Liter Wasser pro Sekunde aus der Obersteiermark in die Trockengebiete des südost-und weststeirischen Raums transportieren. (APA)

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