Hepatitis vorbeugen

15. Jänner 2002, 19:14
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Debatte: Verpflichtende Untersuchungen

Wien/Graz/Linz - Ob Personal und Patienten in Spitälern vorbeugend auf Infektionskrankheiten wie Hepatitis untersucht werden sollen, darüber ist österreichweit eine Diskussion entbrannt. Anlass dafür ist die Hepatitis-C-Infektion von vier Patienten im Wiener Donauspital. Vermutet wird, dass sie während ihrer Krankenhausaufenthalte angesteckt worden sind.

Im Donauspital wurde das gesamte Spital mittlerweile ebenfalls untersucht - auf freiwilliger Basis, weil es keine Vorschriften dafür gibt. Nirgendwo in Österreichs Spitälern gibt es diese Voruntersuchungen für das Personal, wie ein Rundruf der Austria Presse Agentur ergab. Der Grund liege darin, dass Infektionen jederzeit passieren können, eine Untersuchung aber nur den momentanen gesundheitlichen Zustand einer Person abbilde, wie Ludwig Kaspar vom Wiener Krankenanstaltenverbund zu bedenken gibt. Er setzt - wie in den meisten Spitälern - auf Aufklärung durch spezielle Schulungen über Hygiene. Im Grazer Universitätsklinikum sieht Hygieniker Michael Gehrer das ähnlich, hält aber vorbeugende regelmäßige Untersuchungen für vorteilhaft, weil damit Restrisiken einer Infektion beseitigt werden könnten. Das sei aber auch eine Frage der Kosten. (aw, Der Standard, Printausgabe, 15.ß1.02)

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