Djindjic kündigt mehr Kontrolle über Staatssicherheit in Serbien an

15. Jänner 2002, 14:15
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Kritik an Innenministerium wegen mangelhaftem Kampf gegen Organisiertes Verbrechen

Belgrad - Der serbische Regierungschef Zoran Djindjic hat mehr politische und parlamentarische Kontrolle über die Geheimpolizei und den Staatssicherheitsdienst angekündigt. Der von der Regierung in der vergangenen Woche gebildete Staatssicherheitsrat mit Djindjic an der Spitze sei eine Übergangslösung, sagte dieser am Dienstag in Belgrad nach Meldungen der Nachrichtenagentur FoNet. Später solle das Parlament die Kontrolle über Polizei und die Staatssicherheit übernehmen.

Der neue Rat werde auch für die Lage in der südserbischen, von den UNO verwalteten Provinz Kosovo zuständig sein und sich mit der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität befassen, sagte der Regierungschef. Er kritisierte die bisherige Tätigkeit des Innenministeriums, dass weder technisch noch organisatorisch das Organisierte Verbrechen bekämpfen könne. Die Bildung des neuen Staatssicherheitsrates wurde nach der mehrtägigen Meuterei der Eliteeinheit der Geheimpolizei "Rote Barets" Anfang November beschlossen. (APA/dpa)

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