Der Wiener Landtag feierte seinen Achtziger

15. Jänner 2002, 20:36
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Die Selbstbestimmtheit begann mit der Scheidung - von Niederösterreich

Wien - Dienstag wurde bei einem Festakt im Wiener Rathaus das 80-jährige Bestehen des Wiener Landtages gefeiert. Bundespräsident Thomas Klestil gedachte in seiner Rede der vielen "Umbrüche", die Wien in dieser Zeitspanne erlebt hatte, erinnerte an den Wiederaufbau und die "Zusammenarbeit des neuen Staates mit der Sozialpartnerschaft". Landeshauptmann Michael Häupl forderte zu diesem Anlass den "uneingeschränkten Respekt vor der Demokratie und ihren Institutionen" ein. Wie auch Klestil verwies Häupl auf die "Herausforderungen der kommenden Jahre" - insbesondere auf die Erweiterung der europäischen Union. "Wir betonen die Pflicht zur Mitarbeit an der europäischen Verfassung. Die regionale Demokratie wird ein wesentlicher Bestandteil dieses neuen Europas sein", so Häupl. Zwischen den Festreden ein Showblock sowie ein paar launige Anekdoten der letzten acht Jahrzehnte, dargebracht von Fritz Muliar, Thaddäus Podgorski und Sabine Zink.

Zum Festakt waren neben Häupl und Klestil eine ganze Reihe prominenter Gäste erschienen, darunter Altbundeskanzler Franz Vranitzky, Exfinanzminister Rudolf Edlinger, Vertreter der Stadtregierung, Mitglieder des Landtages samt ihrem Präsidenten Johann Hatzl. Sowie zwei ehemalige "Hausherren": die Altbürgermeister Helmut Zilk und Leopold Gratz. (frei, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16.01.2002)

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