Schneewehe stoppte Tupolew in Sibirien

14. Jänner 2002, 12:04
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Notlandung mit 141 Menschen an Bord

Moskau - Flugpassagiere aus Frankfurt am Main haben in Sibirien die Horrorlandung einer russischen Tupolew unverletzt überstanden. Bei der Notlandung mit 141 Menschen an Bord schoss das Flugzeug am Montag in Omsk 400 Meter über die Landebahn hinaus, teilte die Fluggesellschaft "Sibir" auf Anfrage mit. Schneewehen am Ende der Rollbahn hätten den schlitternden Jet abgebremst.

Die moderne Tupolew-204, die vom Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt gestartet war, konnte den ursprünglichen Zielort Nowosibirsk wegen schlechten Wetters nicht anfliegen. In Omsk, 600 Kilometer westlich von Nowosibirsk, musste die Maschine trotz gefährlicher Seitenwinde unverzüglich landen, weil das Flugbenzin zur Neige ging.

Noch im Landeanflug warnten die Piloten davor, ihr Flugzeug könne unter Umständen neben der Rollbahn aufsetzen. Nach der Landung hielt sich die Maschine zwar zunächst auf der Bahn, pflügte aber noch weit über das Ende hinaus durch die aufgetürmten Schneemassen.

An Bord des Fluges N852 waren nach Angaben von "Sibir" 119 Passagiere, 8 Piloten und 14 Flugbegleiter. Die Fluggäste sollten noch am Montag mit einem Sonderflug nach Nowosibirsk gebracht werden. Experten begannen mit der Untersuchung der Unglücksmaschine. (APA/dpa)

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