Fini bekräftigt Kandidatur als Außenminister

14. Jänner 2002, 10:50
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Chef der rechten Nationalallianz sieht sich weiterhin als logischer Nachfolger

Rom - Der Chef von Italiens rechter Nationalallianz (AN), Vizepremier Gianfranco Fini, hat seine Kandidatur für den Posten des Außenministers, der seit dem Rücktritt von Ressortchef Renato Ruggiero vor zehn Tagen vakant ist, bekräftigt. "Es ist absolut logisch, dass ein Vizepremier für den Posten in Frage kommt", sagte Fini Medienberichten vom Montag zufolge.

Die Frage seiner Kandidatur sei allerdings keine aktuelle Frage, da Ministerpräsident Silvio Berlusconi weiterhin das Außenministerium interimistisch leiten wolle, um eine tiefgreifende Erneuerung des Ressorts zu starten, das an modernere Leistungsstandards angepasst werden müsse, meinte Fini.

Der Chef der rechtspopulistischen Lega Nord, Reformenminister Umberto Bossi, vertritt die Ansicht, dass ein Politiker und kein parteiunabhängiger Fachmann wie Ruggiero das Außenministerium führen solle. In den vergangenen Tagen hatten sich Gerüchte verdichtet, wonach an der Spitze von Berlusconis Kandidatenliste der Top-Manager der Verlagsgruppe Rizzoli, Cesare Romiti, und der Chef des Computerkolosses IBM in Italien, Elio Catania, stehen.

Inzwischen bereitet sich Regierungschef Berlusconi auf die zweitägige Debatte im Parlament vor, bei der er ab Montag Nachmittag über die Hintergründe von Ruggieros Rücktritt berichten wird. Die Opposition wirft Berlusconi vor, mit seiner europakritischen Haltung Ruggiero zur Demission gezwungen zu haben.(APA)

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