Aust empfiehlt "Spiegel"-Chefredakteur aus den eigenen Reihen

12. Jänner 2002, 19:56
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Freundschaft mit Schröder "hilft der Arbeit"

"Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust will seinen noch vier Jahre laufenden Vertrag nicht vorzeitig auflösen. "Bisher habe ich meine Verträge immer erfüllt - bis zum letzten Tag", sagte der 55-Jährige der "Welt am Sonntag". Wenn die Gesellschafter des Verlags jedoch meinten, er mache seinen Job schlecht, "dann müssen sie den Chefredakteur so schnell wie möglich loswerden, egal, wie lange sein Vertrag läuft", sagte Aust.

Für interne Nachfolgeregelung

"Für den 'Spiegel' wäre es das Beste, wenn er sich seinen Chefredakteur aus den eigenen Reihen sucht." Aust war im Dezember 1994 auf Druck des Herausgebers Rudolf Augstein gegen Vorbehalte der Redaktion zum Nachfolger des entlassenen Chefredakteurs Hans Werner Kilz bestimmt worden.

"Kurz anrufen"

Aust äußerte sich auch über seine Freundschaft mit dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). Sie helfe seiner Arbeit, "weil man sich kurz anrufen und austauschen kann. Es gibt eine Grundlage von Vertrauen, die aber endet, wenn die beruflichen Interessen kollidieren", zitierte das Blatt den Chefredakteur. (APA/AP)

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