Illegal Einwanderte zu Aufräumarbeiten nach Terroranschlägen missbraucht

11. Jänner 2002, 19:07
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Immigranten mussten ohne Atemschutz Gebäude von toxischen Belägen reinigen

New York - US-Firmen haben nach einem Bericht der "New York Daily News" etwa 600 illegale Einwanderer zu gesundheitsgefährdenden Räumungs- und Reinigungsarbeiten nach den Anschlägen auf das World Trade Center eingesetzt. Die Immigranten hätten ohne angemessene Schutzkleidung und ohne Aufklärung über die Risiken toxischen Belag in den umliegenden Bürogebäuden beseitigt, schrieb die Zeitung am Freitag.

"Ich hatte anschließend Fieber, einen schlimmen Husten und ständiges Nasenbluten", klagte Maria Theresa Pardo dem Blatt. Sie hatte Appartments in benachbarten Wohnhäusern gereinigt. Einige der Schwarzarbeiter seien anschließend noch um den verabredeten Lohn von 7,50 Dollar pro Stunde geprellt worden, hieß es.

Unter Folgeerscheinungen litten vor allem die Menschen, denen keine Atemmasken zur Verfügung gestellt worden seien. Der von ihnen beseitigte Staub enthielt nach Ermittlungen des New Yorker Experten für Industriehygiene, David Neumann, Anteile von Asbest, Glasfaser und Blei. Inzwischen untersucht der Staatsanwalt am Gericht des Bundesstaates New York, Eliot Spitzer, inwieweit die Firmen gegen das Gesetz verstoßen haben. (APA/dpa)

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