Dreifach-Sieg am Lauberhorn

17. Jänner 2002, 08:59
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Stefan Eberharter gewann vor einem sensationellen Hannes Trinkl und Josef Strobl

Wien - Das Lauberhorn bleibt österreichisch. Bei der Abfahrt am Samstag war das Siegespodest fest in ÖSV-Hand, Stephan Eberharter siegte vor dem sensationellen Hannes Trinkl und Pepi Strobl. Der Weltcup-Führende legte mit Nummer zwei eine Zeit vor, die nur Trinkl - erstmals seit seinem Sturz im Oktober wieder dabei - gefährden konnte. Der Weltmeister legte im unteren Teil sogar die schnellste Teilzeit hin.

Unter den ersten sieben landeten mit Peter Rzehak (5.), Fritz Strobl (6.) und einem wieder stärker werdenden Andreas Schifferer (7.) weitere drei Österreicher. Nur der norwegische Routinier Kjetil-Andre Aamodt konnte in die ÖSV-Phalanx einbrechen.

Newcomer Michael Walchhofer ließ die Stars mit der klar besten Zwischenzeit beim Hundsschopf zittern, kam dann jedoch in der engen Passage nach dem Canadien Corner zu Sturz. Der Altenmarkter zog sich beim Aufprall auf dieBegrenzung eine Schienbeinprellung am linken Bein zu, er wird den Slalom am Sonntag auslassen.

Das Rennen holte sich Eberharter im Mittelteil, wo er den anderen viel Zeit abnahm. Dadurch konnte er sich auch noch den Fehler im Ziel-S leisten.

Trinkl kann ewig hocken

Trinkl fiel ein Stein vom Herzen. "Um ehrlich zu sein war der Druck schon groß, denn ich wusste, dass ich vorne dabei sein muss, wenn ich zu Olympia will. Aber ein erster Schritt ist getan", sagte der Oberösterreicher, den es auch nicht verwunderte, dass er bei der längsten Abfahrt keine Kraftprobleme hatte. "Das Einzige, was ich tun durfte, war daheim die Hocke trainieren. Am Anfang waren's zweieinhalb Minuten, am Ende stand ich schon fünf Minuten ohne Brennen im Oberschenkel durch", lachte Trinkl.

Schweizer Fiasko

Die Verlierer des Tages waren die Schweizer. Nach der guten Vorstellung in Adelboden waren sie voller Selbstvertrauen zu ihrem Heimrennen gekommen, dort lief es aber nicht nach Wunsch. Bester war Franco Cavegn auf Platz zwölf, Didier Cuche wurde als 22. überhaupt von allen zehn Österreichern im Ziel "geputzt". (red/APA)

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