Schluss mit "Bizz"

11. Jänner 2002, 11:29
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Gruner + Jahr stellt das Wirtschaftsmagazin ein - mangels wirtschaftlicher Perspektiven

Die Konjunkturflaute trifft "Bizz": Im Oktober wurde noch ein Relaunch vollzogen, nun stellt Gruner + Jahr stellt das junge Wirtschaftsmagazin - einen Ableger des Flaggschiffs "Capital" - ein, berichtet kress.de.

Mit "fehlenden wirtschaftlichen Perspektiven im anhaltend schwachen Vertriebs- und Anzeigenmarkt der Wirtschaftspresse", begründet der Verlag die Entscheidung. Ausgabe 02/02 wird die letzte sein. "Newcomer im Segment der Wirtschaftspresse wie BIZZ sind besonders schwer von den Einbrüchen in den Märkten betroffen. Eine Besserung lässt sich in absehbarer Zeit nicht erkennen. Wir bedauern diese Entscheidung sehr und danken den Mitarbeitern in Redaktion und Verlag für ihr großes Engagement", betont G+J-Zeitschriftenvorstand Rolf Wickmann in einer Aussendung.

BIZZ-Chefredakteur Thomas Voigt und dem stellvertretenden Verlagsleiter Matthias Großmann bleibt das Unternehmermagazin IMPULSE, für die von der Einstellung betroffenen Mitarbeiter strebe man "sozialverträgliche Lösungen" an. 15 Millionen Euro hat "Bizz" den Verlag gekostet, so kress. "Bizz TV" (Pro Sieben) soll weiter gesendet werden. (red)

Gruner + Jahr: "Als Folge von Börsenflaute, schwacher Konjunktur und dem Niedergang der so genannten "New Economy" ließ das Interesse von Lesern und Anzeigenkunden an der Wirtschaftspresse deutlich nach."

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Gruner+Jahr schließt auch das US-Magazin "Homestyle" - mit der Begründung, man wolle sich auf das Kerngeschäft konzentrieren.

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