Kein Ende der US-Luftangriffe

10. Jänner 2002, 13:56
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Mandat der Schutztruppe soll erweitert werden

Islamabad/Kabul - Die US-Luftwaffe setzt ihre Angriffe gegen vermutete Verstecke des Terrornetzwerks El Kaida in Afghanistan fort. Amerikanische Kampfflugzeuge bombardierten laut Meldungen der in Pakistan ansässigen Agentur AIP am Donnerstag erneut Ziele bei dem Höhlenkomplex Shawar Kili im Osten Afghanistans; zugleich hätten Hubschrauber 50-US-Infanteristen in einem Gebiet unweit der Stadt Khost nahe der pakistanischen Grenze abgesetzt. Nach US-Angaben versuchten Mitglieder der El Kaida sich in dem Gebiet neu zu formieren.

Der EU-Beauftragte für Afghanistan und frühere stellvertretende NATO-Generalsekretär Klaus-Peter Klaiber hat sich unterdessen dafür ausgesprochen, eine Ausweitung des Mandats für die internationale Schutztruppe ISAF über Kabul hinaus zu diskutieren. Die derzeitige Beschränkung auf die afghanische Hauptstadt und deren Umgebung sei gut, denn "dort ist erst einmal der Schlüssel für den Anfang dieser neuen Bemühungen um ein gemeinschaftliches Vorangehen im Lande", sagte Klaiber am Donnerstag in einem Radiointerview. In einigen Monaten sei aber zu prüfen, "ob das ausreicht, und dann müssen die Vereinten Nationen möglicherweise neu beraten". (APA/AP/Reuters/dpa)

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