Strafe für Kapfenberger "Maskenmann" angehoben

9. Jänner 2002, 11:50
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Oberlandesgericht Graz setzt "Teilbedingt" auf zwölf Monate hinauf

Graz - Das Oberlandesgericht Graz hat die Strafe für den so genannten "Maskenmann" von Kapfenberg angehoben: Die ursprünglich neun Monate Haft setzte die Berufungsbehörde auf zwölf Monate hinauf, hieß es seitens der Staatsanwaltschaft Leoben. Da nur der bedingte Teil der Strafe angehoben wurde, muss der heute 20-Jährige nicht wieder ins Gefängnis. Die eineinhalb Monate unbedingte Haft hatte er bereits vor der Verhandlung während der Untersuchungsverhaft verbüßt.

Der "Maskenmann" hatte die Kriminalisten und die Bevölkerung von Kapfenberg ein Jahr lang auf Trab gehalten. Von Februar 2000 bis Februar 2001 hatte der junge Mann laut Gerichtsurteil 16 Frauen überfallen und zu geschlechtlichen Handlungen genötigt. Gefasst wurde er erst nach einer groß angelegten DNA-Untersuchung, bei der hunderte Männer aus Kapfenberg im Alter zwischen 17 und 30 Jahren überprüft worden waren.

Mit der Berufungsentscheidung des Oberlandesgerichts ist die Staatsanwaltschaft nun einverstanden: "Die Tat war schwer, aber bei dieser Täterpersönlichkeit ist ein Anheben der bedingten Strafe ausreichend", so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Leoben, Thomas Mühlbacher. Mit der Berufung wollte man vor allem dokumentieren, "dass es eine schwerwiegende Tat war, bei der aus generalpräventiven Gründen eine höhere Strafe nötig ist".(APA)

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