Tauziehen um Energiehandel von Enron

8. Jänner 2002, 18:49
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Citigroup, BP und UBS legen Kaufangebote

Houston - Die US-amerikanische Citigroup, UBS (Schweiz) und BP (Großbritannien) haben ein Übernahmeangebot für das Energiehandelsgeschäft der insolventen Enron Corp, Houston, abgegeben. Ein Offert der größten Gläubigerbank von Enron, der J. P. Morgan Chase & Co, New York, fehlte hingegen, wie das Wall Street Journal in seiner Dienstagausgabe unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet.

J. P. Morgan habe ursprünglich erwogen, die Mehrheit am Energiegeschäft zu übernehmen. Während das Interesse der Citigroup Inc, New York, und der UBS AG, Zürich, erwartet worden war, sei das Angebot von BP plc, London, eine Überraschung gewesen, heißt es. Wie viele Angebote abgegeben worden seien, sei nicht bekannt. Nach US-Konkursrecht blieben die Gebote geheim.

Vor Verkaufsauktion

Die Berater von Enron hofften, dass in einer Auktion am kommenden Donnerstag die Angebote steigen werden. Das Ergebnis werde am Freitag veröffentlicht, berichtet die Zeitung weiter. Enron wolle mit dem Verkauf des Mehrheitsanteils von 51 Prozent das verloren gegangene Vertrauen in ihr Energiegeschäft wieder herstellen. Der Preis soll direkt an die Gläubiger fließen.

Die eine Gruppe von Gläubigern, angeführt durch Dynegy, Houston, und El Paso Corp, hatten am Montag die Verlegung des Konkursgerichtes von New York nach Houston beantragt. Enron lehnte dagegen eine Verlegung ab. Richter Gonzalez werde gegen Ende der Woche eine Entscheidung treffen. (vwd, DER STANDARD, Printausgabe 9.1.2002)

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