Schulwege weisen Sicherheitsmängel auf

8. Jänner 2002, 11:05
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VCÖ-Online-Schulweg-Sicherheitstest wird fortgesetzt

Wien - Viele Schulwege weisen Sicherheitsmängel auf - so lautet das vorläufige Zwischenergebnis des VCÖ-Schulweg-Sicherheitstests. Mehr als 4.000 Eltern haben bereits teilgenommen, hieß es heute, Dienstag, in einer Aussendung der Organisation. Wegen des großen Interesses kündigte der VCÖ an, die Aktion zu verlängern. Noch bis Anfang Februar kann im Internet kostenlos getestet werden, welche Gefahrenstellen sich am Schulweg befinden.

Nach Angaben von mehr als 4.000 Eltern, die an dem Gratistest teilgenommen haben, seien die Hauptprobleme zu hohes Tempo, zu wenig bis gar keine Geschwindigkeitskontrollen vor den Schulen sowie ein Mangel an Schülerlotsen. Zwei Drittel der Eltern gaben an, dass an mindestens einer Stelle des Schulweges ihres Kindes der Straßenverkehr zu schnell unterwegs ist. Zwei von drei Eltern gaben an, dass vor den Schulen zu wenig oder gar keine Tempokontrollen durchgeführt werden, hieß es.

Geschwindigkeit sei die Hauptursache für tödliche Verkehrsunfälle

Nicht angepasste Geschwindigkeit sei die Hauptursache für tödliche Verkehrsunfälle, hieß es in der Aussendung. "Deshalb sollte in der Schulumgebung maximal Tempo 30 erlaubt sein und verkehrsberuhigte Zonen eingerichtet werden", erklärte Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut. Bei Tempo 30 betrage der Anhalteweg eines Pkw nur zwölf Meter. Bei 50 km/h brauche ein Pkw bei einer Vollbremsung schon 26 Meter bis zum Stillstand.

Noch bis Anfang Februar können Eltern im Internet unter der Adresse kostenlos testen, wie sicher der Schulweg ihres Kindes ist. Nach Ausfüllen eines Fragebogens erhalten die Eltern automatisch ein Feedback. Zusätzlich können die Eltern Bürgermeister und die Schuldirektion über etwaige Gefahrenstellen am Schulweg informieren. (APA)

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